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Weimar. Den Namen der Stadt kennen praktisch alle, doch vielen ist nicht bewusst, wie viel diese Stadt tatsächlich zu bieten hat.
Sie ist ohne Frage einer der wichtigsten Kulturstädte Deutschlands - und das vom Feinsten. Nur Obacht ist bei den thüringischen Bedienungen geboten, die schlechte Laune vom Feinsten bieten. Wie man sieht, ist der Tisch in Weimar reich gedeckt, nur man muss sich zu bedienen wissen. Preislich war Weimar mit etwa 80€ für zwei Tage relativ günstig: und die lohnt es sich allemal zu investieren.
Der Deutsch-Grundkurs von Herr Knye und der Leistungskurs von Herrn Eichenberg haben sich im Frühjahr 2009 auf die Reise gemacht, um in die Welt der Dichter einzutauchen.
Primäres Ziel dieser „Zeit-Reise" war es, Schiller, Goethe und auch die Weimarer Klassik näher kennenzulernen. Sekundäres Ziel war es, andere wichtige Geistesgrößen nicht aus dem Auge zu verlieren und sich die deutsche Geschichte sowie die deutsche Literatur schmackhaft zu machen.
Die Exkursion passte perfekt zu dem Schulstoff und bot ein harmonisches Gegenstück zu dem - manchmal zähen - theoretischen Schulunterricht.
Es war: Schiller und Goethe zum Anfassen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Hannovers Hauptbahnhof war der Startpunkt. In Weimar angekommen, ging es gleich in die Vollen, denn der Plan des zweitägigen Aufenthalts war bereits in Stein gemeißelt und es erwartete uns zuallererst das Schiller-Haus.
Unsere Führung hat ihren Job glänzend gemacht und führte uns durch das Haus, welches eine Menge Interessantes zu bieten hatte. Es war das erste „Naherlebnis", das uns sehr gut auf Weimar eingestimmt hat.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es zum naheliegenden Goethe-Haus am Frauenplan: Gleich gute Führung und daher gleiches Lob an unsere Führerin. Die Informationen wurden spannend verpackt, sodass es einem informativen Abenteuer glich und man die besondere Architektur des Hauses bewundern und genießen konnte.
So fern das 18. Jahrhundert für manche sein mag, moderne Aspekte hatte es auch, denn „einen hinter die Binde kippen" und „mehrere Liebelein gleichzeitig haben", ist eben auch eine Sache der Vergangenheit.
Zum Abend hin verschlug es uns zu Goethes Gartenhaus. Das Wetter lud in den Park an der Ilm ein, um es sich vorm Gartenhaus auf einer Wiese gemütlich zu machen und sich mit Frisbee spielen als sportliche Hannoveraner zu zeigen.
Schon bald plagte einige der hungrige Magen und es zog sie in die City, wo überall Live-Musik auf die Besucher wartete.
In der Jugendherberge war die Gruppe dann wieder vereint und schon bald gab es Bettruhe, denn auf uns wartete noch ein weiterer Tag voller neuer Eindrücke.
Am nächsten Tag gab es als Dessert zum Frühstück in der Jugendherberge den historischen Friedhof, inklusive Fürstengruft, in der unter anderem Schiller und Goethe begraben liegen, und die russisch- orthodoxe Kirche, die den Friedhof ziert. Vor passender Kulisse hörten wir eine Schülerpräsentation über Schiller und Goethe und die deutsche Klassik.
Den planmäßigen Schluss bildete die Herderkirche. Viele Schüler streiften aber noch in der Stadt umher, ließen Weimar auf sich wirken, besuchten Antiquariate oder aßen Burgunderbraten mit Thüringer Klößen und Rotkohl.
Kurzum: Es war eine sehr gelungene zweitägige Mini-Studienfahrt, die uns Schülern einiges gebracht hat. Wir konnten Schiller und Goethe erleben, die die Sturm und Drang-Epoche hinter sich ließen und die Weimarer Klassik begründeten, nicht mehr rebellisch revolutionär schrieben, sondern sich auf die Antike bezogen und eine neue Form bevorzugten.
In diesem Sinne war es nicht nur ein literarischer Exkurs, sondern auch ein psychologischer: Sie passte auch zu uns Schülern, die gerade die wilde pubertäre Phase ihres Lebens hinter sich lassen - zumindest einige - und sich auf die wesentlichen und ernsten Dinge im Leben konzentrieren (für viele ist es das Abitur!). Es war ein Schritt zur Selbstfindung.
Und somit ein Hoch auf Weimar, Schiller und Goethe wie auch auf Herrn Eichenberg und Herr Knye, die diesen Kurztrip nach Weimar ermöglichten.
Vielen Dank für die schöne Zeit und für die schönen Erinnerungen.
Für die Mitfahrer: Kevin Winek
Weimarreport 2009
Sie ist ohne Frage einer der wichtigsten Kulturstädte Deutschlands - und das vom Feinsten. Nur Obacht ist bei den thüringischen Bedienungen geboten, die schlechte Laune vom Feinsten bieten. Wie man sieht, ist der Tisch in Weimar reich gedeckt, nur man muss sich zu bedienen wissen. Preislich war Weimar mit etwa 80€ für zwei Tage relativ günstig: und die lohnt es sich allemal zu investieren.
Der Deutsch-Grundkurs von Herr Knye und der Leistungskurs von Herrn Eichenberg haben sich im Frühjahr 2009 auf die Reise gemacht, um in die Welt der Dichter einzutauchen.
Primäres Ziel dieser „Zeit-Reise" war es, Schiller, Goethe und auch die Weimarer Klassik näher kennenzulernen. Sekundäres Ziel war es, andere wichtige Geistesgrößen nicht aus dem Auge zu verlieren und sich die deutsche Geschichte sowie die deutsche Literatur schmackhaft zu machen.
Die Exkursion passte perfekt zu dem Schulstoff und bot ein harmonisches Gegenstück zu dem - manchmal zähen - theoretischen Schulunterricht.
Es war: Schiller und Goethe zum Anfassen und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Hannovers Hauptbahnhof war der Startpunkt. In Weimar angekommen, ging es gleich in die Vollen, denn der Plan des zweitägigen Aufenthalts war bereits in Stein gemeißelt und es erwartete uns zuallererst das Schiller-Haus.
Unsere Führung hat ihren Job glänzend gemacht und führte uns durch das Haus, welches eine Menge Interessantes zu bieten hatte. Es war das erste „Naherlebnis", das uns sehr gut auf Weimar eingestimmt hat.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es zum naheliegenden Goethe-Haus am Frauenplan: Gleich gute Führung und daher gleiches Lob an unsere Führerin. Die Informationen wurden spannend verpackt, sodass es einem informativen Abenteuer glich und man die besondere Architektur des Hauses bewundern und genießen konnte.
So fern das 18. Jahrhundert für manche sein mag, moderne Aspekte hatte es auch, denn „einen hinter die Binde kippen" und „mehrere Liebelein gleichzeitig haben", ist eben auch eine Sache der Vergangenheit.
Zum Abend hin verschlug es uns zu Goethes Gartenhaus. Das Wetter lud in den Park an der Ilm ein, um es sich vorm Gartenhaus auf einer Wiese gemütlich zu machen und sich mit Frisbee spielen als sportliche Hannoveraner zu zeigen.
Schon bald plagte einige der hungrige Magen und es zog sie in die City, wo überall Live-Musik auf die Besucher wartete.
In der Jugendherberge war die Gruppe dann wieder vereint und schon bald gab es Bettruhe, denn auf uns wartete noch ein weiterer Tag voller neuer Eindrücke.
Am nächsten Tag gab es als Dessert zum Frühstück in der Jugendherberge den historischen Friedhof, inklusive Fürstengruft, in der unter anderem Schiller und Goethe begraben liegen, und die russisch- orthodoxe Kirche, die den Friedhof ziert. Vor passender Kulisse hörten wir eine Schülerpräsentation über Schiller und Goethe und die deutsche Klassik.
Den planmäßigen Schluss bildete die Herderkirche. Viele Schüler streiften aber noch in der Stadt umher, ließen Weimar auf sich wirken, besuchten Antiquariate oder aßen Burgunderbraten mit Thüringer Klößen und Rotkohl.
Kurzum: Es war eine sehr gelungene zweitägige Mini-Studienfahrt, die uns Schülern einiges gebracht hat. Wir konnten Schiller und Goethe erleben, die die Sturm und Drang-Epoche hinter sich ließen und die Weimarer Klassik begründeten, nicht mehr rebellisch revolutionär schrieben, sondern sich auf die Antike bezogen und eine neue Form bevorzugten.
In diesem Sinne war es nicht nur ein literarischer Exkurs, sondern auch ein psychologischer: Sie passte auch zu uns Schülern, die gerade die wilde pubertäre Phase ihres Lebens hinter sich lassen - zumindest einige - und sich auf die wesentlichen und ernsten Dinge im Leben konzentrieren (für viele ist es das Abitur!). Es war ein Schritt zur Selbstfindung.
Und somit ein Hoch auf Weimar, Schiller und Goethe wie auch auf Herrn Eichenberg und Herr Knye, die diesen Kurztrip nach Weimar ermöglichten.
Vielen Dank für die schöne Zeit und für die schönen Erinnerungen.
Für die Mitfahrer: Kevin Winek
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