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WRS Austausch in Santiago de Chile

Auf Entdeckungsreise im längsten Land der Welt

Die WRS hat seit 2011 Kontakt zur Deutschen Schule in Santiago de Chile und bietet seinen Schülern in Jahrgang 10 jedes Jahr die Möglichkeit, sich für diesen Austausch auf individueller Basis zu bewerben. Die Bewerbungen finden im November statt. Dazu ist es lediglich notwendig, sich in einem Brief auf Deutsch vorzustellen, über seinen Alltag und seine Familie zu berichten. Die chilenischen Partner wählen dann aus den Briefen aus ganz Deutschland ihre Partner aus, meistens indem sie nach Übereinstimmungen in den persönlichen Interessen suchen. Sobald sich ein Austauschpaar gefunden hat, legen die Familien – in Abstimmung mit den Schulen – fest, wann die Deutschen nach Chile bzw. die Chilenen nach Deutschland fahren, wobei es für die Chilenen meistens relativ genaue Vorgaben gibt. In diesem Jahr haben sich Liz, Melina und Maj (11.Jahrgang) erfolgreich beworben und sind Ende Mai bis Ende Juli nach Chile geflogen. Ihre Austauschpartnerinnen besuchen uns von Anfang Januar bis Ende Februar 2020. Im Folgenden berichtet Liz von ihrem Aufenthalt in der Hauptstadt des längsten Landes der Erde (über 4200 km in Nord-Süd-Ausrichtung!).

Wer Interesse an diesem Austausch hat, meldet sich bei Frau Bröking-Kählau.

Zwei Monate auf Austausch in Santiago de Chile

Zwei Monate in einer chilenischen Gastfamilie in Santiago zu leben, war einzigartig. Santiago ist eine wunderschöne Großstadt, die in einem Tal zwischen den schneebedeckten Anden liegt. Auf dem „Gran Torre Santiago“, welches mit 300m das höchste Gebäude Südamerikas ist, hat man einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt. Die „Plaza de Armas“ liegt im Zentrum und ist umgeben von Läden, Straßenmusikern und Ständen, an denen man die typisch chilenischen „Empanadas“ (gefüllte Teigtaschen) essen kann.

Meine Gastfamilie wohnt im Stadtteil „Las Condes“, der im Nordwesten von Santiago liegt. Mit dem Auto brauchten wir ca. 15 Minuten zur Schule. In Santiago gibt es sehr viele Einkaufszentren, bestimmt um die 15, die einfach riesig sind. Nach der Schule bin ich entweder mit meiner Austauschpartnerin Sofia oder mit Klassenkameraden dort Essen und Shoppen gegangen oder ich bin zum „Club Manquehue“ gefahren, der sich in der Nähe der Schule befindet. Da ich hier in Hannover Rhythmische Sportgymnastik (RSG) mache, wollte ich in den zwei Monaten meine Sportart in Chile kennenlernen. Ich habe mich super mit den Trainerinnen und Gymnastinnen verstanden, die mich herzlich aufgenommen haben. Die Art und Weise des Trainings ist sehr ähnlich und nun kenne ich auch die typischen Begriffe der RSG auf Spanisch. Der „Club Manquehue“ ist ein deutscher Sportverein, der neben Hockey, Tennis, Schwimmen und Gymnastik so gut wie jede Sportart anbietet. Außerdem gibt es ein großes Fitness-Studio.

Im Club Manquehue

In den dreiwöchigen Winterferien war ich mit Sofia, ihrer Freundin und dessen deutscher Austauschpartnerin in Santiago Ski fahren. Nach nur 1,5 Stunden waren wir im Skigebiet und sind bis zur letzten Gondelfahrt Ski gefahren. In der zweiten Ferienwoche waren wir in Pucón, einer kleinen, touristischen Stadt im Süden von Chile. Die Region ist bekannt für den 2.847 Meter hohen, aktiven Vulkan „Villarrica“, auf dem wir Ski gelaufen sind. In unserer Ferienwohnung haben wir gemeinsam gekocht, in den „ferias“ (ähnlich einem Basar) Souvenirs gekauft und die für Pucón bekannte heimische Mapuche-Küche probiert. Da es viel geregnet hat, sind wir einige Male in heiße Thermen zum Baden gegangen. Zurück in Santiago habe ich mein erstes Erdbeben erlebt! Während des Abendessens wackelte der Tisch und die Stühle. Später erfuhren wir, dass das Beben die Stärke 6,7 auf der Richterskala hatte.

Meine Klasse

Für meine Gastfamilie war es Normalität – für mich ein aufregendes Erlebnis! Insgesamt hatte ich eine unvergessliche Zeit in Chile! Ich kann euch nur empfehlen, an dem Austausch der „Deutschen Schule Santiago“ teilzunehmen, um Erfahrungen zu sammeln, euch euer eigenes Bild von Santiago und Chile im Allgemeinen zu machen und nebenbei noch euer Spanisch zu verbessern.

Liz (11.Klasse)

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