Vom 04.11-09.11.2025 besuchten 14 amerikanische Austauschschüler|innen von der Riverstone International School, Boise (Idaho, USA) 14 deutsche Austauschschüler|innen des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums.
Nach monatelangem Schreiben war es am 4. November endlich so weit – wir trafen die Amerikaner zum ersten Mal persönlich!
Los ging’s mit spannenden Einblicken in die Riverstone International School, und das Eis war schnell gebrochen – dank eines kleinen Tischtennisturniers und vieler lustiger Spiele.
Ein echtes Highlight waren die gemeinsamen Nachmittage. Zusammen eröffneten wir unsere eigene kleine Weihnachtsbäckerei, sangen Weihnachtslieder und backten traditionelle Plätzchen. Auch unsere Bratwurst mit Rotkohl und das Raclette kamen bei den Amerikanern super an!
Beim Stadionbesuch feuerten wir gemeinsam Hannover 96 an – leider ohne Sieg, aber unsere Gäste waren beeindruckt von der Stimmung und Begeisterung für den Sport in Deutschland.
Natürlich lernten wir auch einige amerikanische Kartenspiele kennen – etwa Spoons und Egyptian Rat Slap – und haben dabei Tränen gelacht. Das milde Herbstwetter passte perfekt zu unserer fröhlichen Stimmung und bot die ideale Gelegenheit, Hannover von seiner schönsten Seite zu zeigen.
Der Blick vom Turm des Neuen Rathauses war atemberaubend, und auch die Herrenhäuser Gärten sorgten für Staunen. Besonders die Altstadt mit ihrer besonderen Architektur und den vielen gemütlichen Cafés hatte es den Amerikanern angetan.
Unsere kreative Seite konnten wir dann beim Kunstworkshop im Sprengel Museum zeigen.
Überraschenderweise hatten die Amerikaner kaum mit Jetlag zu kämpfen – und das Zusammenleben mit ihnen fühlte sich an, als würde man mit Geschwistern unter einem Dach wohnen.
Sie waren höflich, offen und unglaublich freundlich. Egal ob beim Aufräumen, Abwaschen oder Kochen – sie packten überall mit an. Besonders beeindruckt hat uns, wie wichtig es ihnen war, Missverständnisse sofort zu klären, damit sich niemand unwohl fühlte.
In dieser Woche haben wir nicht nur unser Englisch verbessert, sondern auch einen echten Einblick in einen anderen Lebensstil bekommen. Zwischen Boise Slang, neuen Freundschaften und unzähligen gemeinsamen Momenten erlebten wir eine unvergessliche Woche voller Spaß, Lachen und kulturellem Austausch.
(Laura Carlotta Blaskowitz)








Bericht von Emma:
„Als wir Kailani am Dienstag Abend vom Hauptbahnhof abgeholt haben, war ich super
aufgeregt. Auf einmal war der Zug da und diese Gruppe wildfremder Menschen stand
vor einem.
Am ersten Morgen hatten wir so viel Auswahl zum Frühstück wie sonst nie, besonders
mein kleiner Bruder hat sich darüber sehr gefreut. Schon früh habe ich in dieser
Woche gemerkt, wie angewiesen ich auf meine Eltern bin, wenn ich kein Fahrrad
fahren kann. Als Kailani mir erzählt hat, dass sie bereits seit zwei Jahren Auto fährt,
war ich echt geschockt. Natürlich weiß man schon viel über die USA, aber das konnte
ich mir kaum vorstellen.
In der Schule konnte ich dann auch die anderen Austauschschüler besser
kennenlernen und Kailani und ich haben unsere erste Gemeinsamkeit gefunden:
Unser mangelndes Talent im Tischtennis.
Zuhause haben wir mit meinem kleinen Bruder, der kein Wort Englisch spricht,
Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gespielt, das war echt lustig und die Kommunikation hat
trotzdem gut funktioniert. Am Nachmittag waren wir zusammen bei einer Freundin,
bei der Elle, Kailanis Freundin, wohnte. Es war wirklich ein super Zufall, denn so
konnten wir viel zu viert unternehmen. Wir haben klassische deutsche
Weihnachtsplätzchen gebacken und hatten ein Menge Spaß.
Auch am Donnerstag waren wir viel unterwegs, unter anderem auf dem Rathausturm.
Hannover hat sich wirklich von seiner schönsten Seite gezeigt und wir hatten eine
tolle Zeit.
Am Freitag Morgen waren wir in kleinen Gruppen in der Altstadt unterwegs.
Nachmittags sind wir durch die Herrenhäuser Gärten spaziert und am Abend haben
wir zu acht Raclette gemacht. Danach haben wir einige amerikanische Kartenspiele
gelernt, die ich in Zukunft auf jeden Fall öfter spielen werde.
Samstag konnten wir dann endlich einmal ausschlafen. Zu viert sind wir ins Stadion
gegangen und trotz des schlechten Endes war es ein unterhaltsames Spiel. Im
Anschluss sind wir Billiard spielen gegangen und waren am Abend in der Altstadt
asiatisch essen.
Dann haben wir einen letzten Abend zu viert verbracht. Wir haben einen Film
geschaut, uns unterhalten, englische Wörter gelernt und deutsche erklärt.
Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit und ich konnte wirklich viel lernen. Viele
neue englische Wörter und unter anderem auch Slang Wörter. Auch wenn ich dachte,
dass ich über die USA schon ziemlich viel weiß, habe doch einige neue Sachen
erfahren, der Führerschein mit 15 schockt mich beispielsweise noch immer. Zudem
konnte ich auch Hannover neu kennenlernen und habe wieder festgestellt, wie schön
unsere Stadt doch ist.
Und natürlich habe ich viele neue, tolle Menschen getroffen. Dabei konnte ich sowohl
Amerikaner als auch Deutsche (besser) kennenlernen. Der Abschied viel mir wirklich
schwer, die vier Tage haben sich viel länger angefühlt. Ich bin super dankbar, diese
Erfahrung gemacht haben zu dürfen und werde wunderschöne Erinnerungen, neues
Wissen und eine größere Motivation auf den Englisch Unterricht daraus mitnehmen.“
